Brauchen wir einen kritischen Blick auf die Fortpflanzungsmedizin?

Menschen mit einem unerfüllten Kinderwunsch sind oft bereit, hohe finanzielle und gesundheitliche Belastungen und Risiken in Kauf zu nehmen, um Kinder zu bekommen. Wie sollte Fortpflanzungsmedizin kontrolliert werden, um die Qualität der Behandlung zu sichern und um Fehlentwicklungen zu vermeiden? Welche Anforderungen müssen private Kinderwunschzentren erfüllen und wie sollten sie geprüft werden? (Sehen Sie hier ein Video mit dem Fortpflanzungsmediziner Jan-Steffen Krüssel zur rechtlichen Situation der Fortpflanzungsmedizin in Deutschland. Hier erklärt Familientherapeutin Petra Thorn, warum die persönliche Beratung von Menschen mit Kinderwunsch verbessert werden sollte.)

Ausdruck des kommerziellen Charakters im Bereich der Fortpflanzungsmedizin sind sogenannte Kinderwunschmessen, die auch in Deutschland stattfinden. Hier stellen sich auch ausländische Anbieter vor, die Verfahren und Dienstleistungen anbieten, welche in Deutschland verboten sind – wie Eizellspende und Leihmutterschaft. Dabei kommt es auch zu ethisch fragwürdigen Vorgehensweisen. Dazu gehören der Handel mit Eizellen und die anonyme Spende von Ei- und Samenzellen, bei der so gezeugte Kinder ihre biologische Herkunft nicht erfahren können. 

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