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Kindeswohl an erster Stelle

Das Kindeswohl erschöpft sich nicht allein im Geborenwerden und im Erwünschtsein der Eltern. Freiheit und Verantwortung müssen im Hinblick auf das entstehende Kind und ggf. weitere beteiligte Dritte bedacht werden.

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Die Rolle und Perspektive des Kindes muss in der Diskussion und in der Weiterentwicklung der Fortpflanzungsmedizin ein zentrales Anliegen sein.

Aus unserer langjährigen Erfahrung in der Adoptionsvermittlung, und in der Beratung und Begleitung von Adoptierten und ihren abgebenden und annehmenden Eltern wissen wir, wie wichtig das Wissen über die Herkunft für die Identität von Menschen ist. Darüber hinaus kann die Entstehungsgeschichte des Kindes eine wichtige Rolle für alle weiteren am Prozess beteiligten Personen spielen, die sich langfristig auf die Familienbeziehungen auswirken kann.

Die Rolle und Perspektive des Kindes muss in der Diskussion und in der Weiterentwicklung der Fortpflanzungsmedizin ein zentrales Anliegen sein.

Die Kinder brauchen konkrete Informationen zu ihren genetischen Eltern und offene Aufklärung über die Entstehung ihrer sozialen Familie.
Im Interesse des Kindes ist eine fachlich kompetente Beratung und Vorbereitung für alle Beteiligten erforderlich. Alle - Samenspender, Eizellenspenderinnen, Leihmütter und die annehmenden Mütter und Väter - sollten vor der Behandlung umfassend medizinisch und psychologisch von unabhängigen Fachkräften beraten werden.

Aufgrund möglicher langfristiger Folgen ist wie im Bereich der Adoption ein lebenslanges Beratungsengbot sicherzustellen.
Ausführliche Informationen befinden sich auch im Positionspapier der evangelischen arbeitsgemeinschaft familie :e.V.:

Kinderwunsch und Kindeswohl - Plädoyer für einen verantwortungsvollen Umgang mit Reproduktionsmedizin - eaf-Positionspapier
August 2020
https://doi.org/10.48624/TSGT-6M88