Nächster Vorschlag

Eine Leihmutter steht unbewusst unter hohem emotionalem und mentalem Druck, die freie Entscheidung dafür macht das nicht wirklich besser

Es wurde schon erwähnt dass das Konzept von altruistisch oder Freiwilligkeit im Hinblick auf eine Leihmutterschaft, sehr viele Aspekte nur oberflächlich streift.

weiterlesen

Gegen die Leihmutterschaft

Ich bin gegen die Leihmutterschaft (sei es als Tragemutterschaft ohne biologische Verwandtschaft oder als als Ersatzmutterschaft mit gespendeter Samenzelle),
weil es meiner Ansicht nach schon rein biologisch keine rein altruistische (= selbstlose) Leihutterschaft geben kann. Die Forschung hat erkannt, dass die Mutter-Kind-Bindung bei Menschen lebenslang ist und die Liebe der Mutter zu ihrem Neugeborenen sehr groß ist (vgl. Hormonstimulanz durch die Gebärmutter im Zeitpunkt des Gebärens etc.; vgl. Sendung im ARD-Alpha "Unsere Evolution" vom 20.06.2017 über die Evolution der Muttermilch und der Plazenta). Keine seelisch gesunde Frau kann sich nach meiner Befürchtung ohne Verlustgefühle und Schuldgefühle freiwillig von ihrem Neugeborenen trennen. Entscheidungen und Taten, die wir gegen unser Inneres, unsere biologische Bestimmung gegenüber uns selbst oder unseren Kindern getan haben, und die wir nicht mehr ändern können, begleiten uns lebenslang, auch wenn wir versuchen, uns rational davon zu lösen.

Es ist nicht jedes Mittel ethisch gerechtfertigt, um ein Kind zu bekommen.

Der Druck auf potenzielle Leihmütter, auch wenn es zum Beispiel die Schwester oder Schwägerin wäre, und die jetzt schon weltweit zu beobachtende unmenschliche und entwürdigende Kommerzialisierung der Leihmutterschaft (vgl. Spanien, USA, Indien, Ukraine usw.), darf meines Erachtens vom deutschen Gesetzgeber nicht übergangen werden.