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Nein zu jeder Form der Leihmutterschaft

Jedes Kind braucht die Bindung zur eigenen Mutter und die wird ihm entzogen, sobald es von der Mutter getrennt wird; bzw. schon während der Schwangerschaft erfährt es die Ablehnung der Frau, die es ersatzweise austrägt.

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Was ist das Motiv?

Wozu brauchen wir Leihmutterschaft (altruistisch oder nicht)? Ist es der (selbstsüchtige) Wunsch, ein Kind aus eigenem Samen bzw. Ei entstehen zu lassen? Ist es der Wunsch, seinen eigenen (egoistischen) Lebensstil zu verwirklichen?

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Nein. Am Verbot der Leihmutterschaft festhalten!

Altruistische Leihmutterschaft öffnet faktisch Tür und Tor für kommerzielle Leihmutterschaft. Die Grenzen zwischen einer Aufwandsentschädigung und der Übernahme entstehender Kosten und einem kommerziellen Entgelt können leicht verschwimmen.
Die Freigabe einer „altruistischen Leihmutterschaft“ ist aus sozialwissenschaftlicher und ethischer Perspektive fragwürdig, da außer im engen familiären Kontext eine reine altruistische Motivation unplausibel ist. Die aktuelle reproduktionsmedizinische Diskussion arbeitet häufig mit einem sehr oberflächlichen Verständnis von Freiwilligkeit und verkennt, dass die Entscheidung für eine solche Leihmutterschaft von den Leihmüttern weder frei von wirtschaftlichen Zwängen noch unter einer angemessenen Aufklärung über die Risiken getroffen wird.
Eine Kommerzialisierung durch die Hintertür zeigt sich in Ländern wie Großbritannien, wo eine altruistische Leihmutterschaft erlaubt ist. Reproduktionsmedizinische Zentren haben ein erhebliches kommerzielles Interesse an der Nutzung dieser Verfahren. Neben den medizinischen Risiken bei Verwendung einer Eizellspende gehen mit Leihmutterschaften ethisch höchst fragwürdige Praktiken einher: So wird nicht selten bei der Befruchtung zunächst bewusst eine Mehrlingsschwangerschaft herbeigeführt, um dann die Zahl der Kinder durch partielle Abtreibung wieder zu reduzieren.
Die Menschenwürde von Leihmüttern und den mittels Leihmutterschaft geborenen Kindern markiert eine eindeutige Grenze für reproduktionsmedizinisches Handeln.
Die rechtliche Zuordnung von Kindern, die im Ausland von einer Leihmutter geboren werden, muss weiterhin als gerichtliche Einzelfallentscheidung erfolgen, die sich ausschließlich an dem Kriterium des Kindeswohls orientiert.
Detaillierter dazu: Kinderwunsch und Kindeswohl: https://www.eaf-bund.de/schwerpunkte/reproduktionsmedizin/positionspapier

Kommentare

Verpflanzt ein Arzt eine Niere kostenfrei? Sind Schwangerschaftsabbrüche umsonst? Werden diese nicht über die Krankenkasse abgerechnet? Qualitativ anspruchsvolle Reproduktionsmedizin muss sich natürlich auch rechnen. Und weshalb sollte eine Frau, die ein Kind für Wunscheltern austrägt, keine hinreichende Kompensation hierfür erhalten? In diesem Punkt gebe ich Ihnen Recht. Allerdings mein Fazit lautet anders:
Die Einführung der Leihmutterschaft (ohne "Feigenblatt"- Zusatz) wäre für Deutschland ein Gewinn! Für all die Frauen die sich nicht bevormunden lassen und sehr wohl selber einzuschätzen vermögen was ihnen gut tut und was nicht, für ungewollt kinderlose Paare, für gleichgeschlechtliche Paare, für Kinder die als Wunschkinder (d. h. gewollte Kinder) in einer liebevollen Umgebung aufwachsen, für unser demografisches Problem, für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland etc. etc.