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verbrauchende Menschenforschung geht gar nicht

An Menschen darf überhaupt nicht geforscht werden, wenn diese Menschen dabei sterben oder ggf. sterben würden. Fast Mensch würde das freiwillig an sich zulassen. Vielleicht gibt es ein paar Lebensmüde, aber die können ihren Willen äußern.

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Nächster Vorschlag

Keine Versuche an Babys!

Mit dem heutigen Wissen kann man viel, aber nicht alles ist richtig. Es ist absurd zu behaupten, dass erst durch Geburt ein Mensch entsteht.

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Embryonen sind Menschen

Für mich beginnt die Frage viel früher: bei der künstlichen Befruchtung, die überhaupt dazu führt, dass Embryonen "übrig" sind. Der Mensch ist Mensch von Anfang an - d.h. vom Moment der Verschmelzung von Samen- und Eizelle. Auch wenn der Wunsch nach eigenen Nachkommen verständlich ist: es gibt kein Recht darauf. Und es gibt für mich aus ethischer Sicht schon gar kein Recht darauf, Menschen zu zeugen, die man gar nicht will und deren Vernichtung man bewusst in Kauf nimmt.
Hier liegt der eigentliche Dammbruch.
In meinem Kommentar zum Grundgesetz stehen zwei schöne Sätze:
"Leben ist jedes menschliche Lebendigsein." und
"Dem Gesetzgeber ist es nicht gestattet, Vorschrfiten zu erlassen, die das Recht auf Leben mißachten."
Quelle: "Das Grundgesetz - Kommentar für die politische Bildung" von Dieter Hesselberger, S. 76; Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2001, 12. überarbeitete Auflage, ISBN 3-89331-427-X

Wenn wir einen menschlichen Fortschritt machen wollen, müssen wir meiner Meinung nach ein paar Schritte zurück gehen. Bzw. uns um 180 Grad drehen und in der Gegenrichtung Fortschritte machen. Ich denke, das entspräche auch dem Menschenbild, das unserem Grundgesetz zugrunde liegt - und das lt. folgendem Zitat, denke ich, auch heute noch den Gesetzgeber unmittelbar bindet:

"Eine Überprüfung des Verfassungsrechts des Grundgesetzes auf seine Wesensbestandteile ergibt, wie das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 1. Juli 1953 (BVerfGE 2, 403) ausgeführt hat: >>... daß das Verfassungsrecht nicht nur aus den einzelnen Sätzen der geschriebenen Verfassung besteht, sondern auch aus gewissen sie verbindenden, innerlich zusammenhaltenden allgemeinen Grundsätzen und Leitideen, die der Verfassungsgesetzgeber, weil sie das vorverfassungsmäßige Gesamtbild geprägt haben, von dem er ausgegangen ist, nicht in einem besonderen Rechtssatz konkretisiert hat ... <<
Diese Leitideen binden auch den Gesetzgeber unmittelbar."
ebd. S. 53

Kommentare

Der Verfasser weist auf den grundlegenden Charakter der Verfassung unseres Landes von 1949 hin, nämlich den der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens. Dies gilt sinnvoller- und konsistenterweise schon für Embryonen.

Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt bei etlichen Urteilen darauf verwiesen, dass das menschliche
Leben grundsätzlich (für den Staat, aber auch für den einzelnen Bürger und auch für die medizinische Forschung in Deutschland) rechtlich unverfügbar ist.

Dies bedeutet, dass niemand auswählen darf, welches menschliche Leben leben darf oder sterben muss
(vgl. zum Beispiel Urteil gegen das Gesetz zum erlaubten Abschuss von entführten Flugzeugen bei Gefahr für eine Vielzahl von unbeteiligten Menschen und die gute Inzenierung des öffentlichen Fernsehens dazu mit Zuschauermeinungsbildung ca. 2017).

Deshalb hat man bei uns vor 30 Jahren das Embryonenschutzgesetz in der

Deshalb wurde 1991/1992 das Embryonenschutzgesetz in der sehr beschränkenden Form für die Medizin und die Wissenschaft erlassen. Dadurch hat auch die Forschung an embryonalen Stammzellen in Deutschland sehr eingeschränkt.
Im Rückblick kann man dies nur als ethisch verantwortlichere Gesetzgebung betrachten als in vielen anderen Ländern, denn dadurch wurde die Forschung an anderen Stammzellen intensiviert, so dass viele Erkenntnisse auch ohne embryonale Stammzellen möglich wurden. Dies ist der Weg, den der Staat und gerade unser Land gehen sollen. Denn wir wissen aus unserer Geschichte, wie fehlgeleitet auch Forschung und Medizin werden können, wenn der Staat keine oder die falschen Rahmenbedingungen setzt. Ich bin der festen Überzeugung, dass es Wege gibt oder Möglichkeiten in der Zukunft gefunden werden können, um möglichst wenig Embryonen (am besten nur 1) ex utero zu fertilisieren und danach in utero einzusetzen, um eine gute Schwangerschaft zu ermöglichen. Dazu gehört auch, dass die Fruchtbarkeitsmedizin von jeglicher Kommerzialisierung weggenommen und unter staatlicher Aufsicht zum Beispiel nur in zugelassenen Kliniken und Einrichtungen durchgeführt werden darf. Es zeigt sich ja in Deutschland, dass die finanzielle Eigenbeteilung der Eltern dazu geführt hat, dass von den Ärzten vielfach mehr als unbedingt notwendig viele Embryonen fertilisiert und eingesetzt wurden, nur um den Eltern die Kosten von weiteren Versuchen zu ersparen.