Nächster Vorschlag

Mensch oder Material?

Es könnte den Anschein erwecken, dass die "übrig gebliebenen" Embryonen durch Zurverfügungstellung für die Forschung wenigstens noch für etwas Gutes nützlich sind und nicht einfach nur entsorgt werden müssten.

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Kein Öffnen der Büchse der Pandora!!!

Kein Öffnen der Büchse der Pandora!!! Wieso diese Formulierung?

Wie auch im Videobeitrag des Medizinhistorikers und Medizinethikers Herrn Prof. Dr. Dr. Urban Wiesing zur Frage, welche Rolle die Würde des Menschen für die Fortpflanzungsmedizin spielt, bereits mit großem Unbehagen deutlich ausgeführt worden ist, besteht die schwierigste Frage darin, wie sollen wir noch ethisch, menschlich, moralisch, religiös, gesellschaftlich, menschheitsverantwortlich handeln, wenn es in nicht allzu langer Zeit möglich sein wird, in die Keimbahn des Menschen gezielt einzugreifen, also Eigenschaften des Embryos so zu verändern, dass sie irgendwelchen Zwecken dienen?

Diese Möglichkeit für Forscher oder Mediziner zu eröffnen, wäre das Öffnen der Büchse
der Pandora, weil sie unumkehrbare Folgen für den einzelnen betroffenen Menschen
und für die ganze Menschheit bedeutet! Deshalb ist es bislang in der weltweiten Forschergemeinschaft ein absolutes Tabu, in die menschliche Keimbahn,
auch aus noch so hehren Gründen, einzugreifen!

Wenn wir in Deutschland, die Forschung an Embryonen erlauben, tragen wir automatisch zur Vergrößerung dieses Risikos wesentlich bei, weil gerade unsere Forscher und Mediziner hierfür sehr große technischen Möglichkeiten und Expertise haben würden.

Verantwortung für die kommenden Generationen, ja für die Entwicklung der Menschheit und des Menschen als Spezies kann eigentlich nur bedeuten, darauf ein für allemal zu verzichten (genauso wie auf die Anwendung von Nuklearwaffen, biologischen oder anderen Massenvernichtungswaffen oder unverantwortlichen Freisetzungen von Organismen etc.!).

Es muss also immer nach Alternativen gesucht werden, um Menschen medizinisch zu helfen (Tiermodelle, Zellversuche ohne Embryonen usw.), ohne dabei in die Keimbahn einzugreifen.

Das dies möglich ist, sollte Ziel aller Forschenden sein. Der deutsche Gesetzgeber könnte hier, wie bisher mit dem Embryonenschutzgesetz, Vorbild für alle anderen Länder sein.